Die Grabanlage aus der Saadier-Dynastie in Marrakesch

Wenn Sie sich bei Ihrem Besuch in Marrakesch gern etwas Geschichte zu Gemüte führen möchten, ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen die Saadier-Grabanlage, die letzte Ruhestätte der Herrscher und anderer Mitglieder der Saadier-Dynastie, eins der besten Beispiele islamischer Kunst in Marokko.

Das erste bekannte Begräbnis fand nach der Herrschaft des Sultans Ahmed el Mansour (1578-1603) statt, sechster Sultan der Saadier-Dynastie, die von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum späten 17. Jahrhundert regierte.

Als Moulay Ismail (1672-1727) an die Macht kam, versiegelte er die Grabstätte, um jegliche Spur seiner Vorgänger zu verwischen. Erst 1917 wurden sie von den Franzosen bei einer Flächenstichprobenerhebung wiederentdeckt. Weil die Grabstätte über so viele Jahre hinweg versiegelt war, befand sie sich in einem fast makellosen Zustand, und der marokkanische Beaux-Arts-Service hat den Standort seitdem wieder in seine ursprüngliche Pracht versetzt.

Wunderschön schriftlich ausgearbeitete arabische Texte auf Mosaiksteinen und aufwändige Schnitzereien in Zedernholz sind die Hauptattraktionen der zwei Mausoleen. Das Glanzstück ist die vorzüglich verzierte Halle der Zwölf Säulen, in der sich das Grab des Sohnes des Sultans, Ahmad al-Mansur, befindet.

Die Grabstätte liegt neben der Kasbah-Moschee in Marrakesch, ungefähr 400 m vom Les Borjs de la Kasbah. Der Eintritt kostet 10 Dirham.

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